Die aus der Barockzeit stammenden Klostergebäude in Asbach bilden einen umfangreichen zweigeschossigen Komplex, an dem so namhafte Künstler wie Zuccalli, Carlone, Modler und Zeiller beteiligt waren. Die Säkularisation im Jahre 1803 vernichtete allerdings ein in voller Blüte stehendes Kloster und führte langfristig zu dessen Verfall. Bei der Gründung des Kulturkreises Kloster Asbach e.V. im Jahr 1976 befand sich das Kloster in einem derart desolaten Zustand, dass eine umfangreiche Sanierung unausweichlich war, wollte man nicht die gesamte Bausubstanz und damit auch die qualitätvoll ausgestatteten Prunkräume verlieren. Nach der dringend notwendigen Dachstuhlsanierung und Substanzsicherung 1978 erfolgte schließlich ab 1980 die schrittweise Restaurierung der Räumlichkeiten. Zu nennen ist hier die Benediktuskapelle, jetzige Sakristei (1985), die sogenannten Carlone-Räume im hinteren Konventstock und das Jagdzimmer im Erdgeschoss Westflügel (1987). 1990 wurde mit der Restaurierung der Prunkräume im Obergeschoß des südl. und westl. Gaststockes begonnen. Dort befindet sich z. B. das Grafenzimmer mit schönem Deckenstuck um 1730 bzw. der Benediktsaal mit einem Deckengemälde vom Tod des Hl. Benedikt. Beide Räume konnten 1993 bzw. 1997 fertiggestellt werden und sind jetzt Teil der Ausstellung im Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums. Auch die Restaurierung des sogenannte Tafelsaales mit einem Deckengemälde von Johann Jakob Zeiller aus dem Jahr 1771 wird im Frühjahr 2001 abgeschlossen.
